Facebook Pixel
Hausverkauf bei Scheidung? 2018-11-28T10:42:45+00:00

Hausverkauf bei Scheidung?

Youtube Play

Wie verkauft man mit seinem ehemaligen Partner eine gemeinsame Immobilie?

Das wichtigste beim Hausverkauf bei Trennung ist Einigkeit. Scheidende Ehepartner müssen dafür ihre Gefühle weitestgehend zurückstecken, um gemeinsam eine Lösung zu finden, mit der beide zufrieden sind. Ziehen Sie einen neutralen Dritten zu Rate, der vermitteln kann, um Einigkeit zu schaffen. Für ein paar Tipps, können Sie uns gerne kontaktieren.

Hausverkauf bei Scheidung: Die wichtigsten Punkte

Wenn Sie vor Ihrer Hochzeit keinen Ehevertrag abgeschlossen haben, gehört die Immobilie beiden Partnern jeweils zur Hälfte. Sie haben entweder die Möglichkeit, das Haus zu verkaufen und den Erlös aufzuteilen oder einer der Ehepartner zahlt den anderen aus. Sofern eine Hypothek oder andere Schulden vorhanden sind, tragen dies ebenfalls beide Personen zur Hälfte. Streit um das Eigentum ist niemals förderlich. So sollten Sie versuchen, nach Möglichkeit einvernehmliche Lösungen zu finden.

Hausverkauf bei Scheidung: Wie wird mit dem Haus umgegangen

Generell ist zu sagen, dass das vorhandene Eigentum im Falle einer Scheidung jeweils zur Hälfte aufgeteilt wird. Dies liegt daran, dass beide Partner bei der Hochzeit eine sogenannte Zugewinngemeinschaft eingehen. Folgende Möglichkeiten haben Sie im Umgang mit Ihrer Immobilie, wenn Sie sich scheiden lassen:

  • Hausverkauf bei Scheidung: In diesem Fall einigen sich beide Parteien auf einen Verkauf des Hauses. Sowohl der Erlös als auch die Kosten werden dann zu gleichen Teilen aufgeteilt.
  • Ausgleichszahlung bei Scheidung: Hier überschreibt einer der beiden Partner die Immobilie auf den anderen Partner. Im Gegenzug erhält er eine Ausgleichszahlung in der entsprechenden Höhe. Im Anschluss daran hat der alleinige Besitzer der Immobilie dann die Möglichkeit, das Haus zu verkaufen oder selbst zu nutzen.

Im Falle eines vorhandenen Ehevertrages ist Situation anders zu bewerten. Im Idealfall sind die Besitzverhältnisse im Ehevertrag genau geregelt. Dann werden die Vermögenswerte entsprechend aufgeteilt. Selbst wenn die Immobilie bereits vor der Hochzeit angeschafft wurde gibt es keine offenen Fragen. Dies hat seinen Grund darin, dass die Zugewinngemeinschaft erst mit der Hochzeit wirksam wird. Vermögen, das bereits vor der Ehe vorhanden war, fließt dementsprechend nicht in die Zugewinngemeinschaft ein und wird somit nicht berücksichtigt.

Im Falle einer Scheidung kann auch folgende Situation gegeben sein: Nicht beide Ehepartner sind im Grundbuch eingetragen, sondern nur einer der beiden. Hier ist der Fall dann auch wieder klar: Der Besitzer kann entscheiden, ob er die Immobilie weiterhin selbst nutzen möchte oder ob er sie verkauft. Zu beachten ist jedoch, dass unter Umständen trotzdem eine Ausgleichszahlung fällig wird. Dies bedeutet jedoch nicht, dass der andere ein Mitspracherecht im Hinblick auf das Haus hat.

Hausverkauf bei Scheidung: Folgende Ratschläge haben wir für Sie

Reden Sie miteinander: Auch wenn es unter Umständen schwer fällt. Die Frage, wie mit dem Haus verfahren werden soll, sollte in konstruktiven Gesprächen geklärt werden. Es ist empfehlenswert, dass Sie sich auf eine der Optionen, Hausverkauf oder Ausgleichszahlung einigen. Der Grund dafür ist, dass es im Falle einer Nichteinigung zu einer Teilungsversteigerung kommen kann. Die Immobilie wird dann zwangsversteigert, was in der Regel zu signifikanten Gewinneinbußen führt. So erbringen Zwangsversteigerungen meistens nur 60 % des eigentlichen Immobilienwertes.

Ermitteln Sie den Immobilienwert: Bevor Sie über eine der beiden Optionen nachdenken, sollten Sie in jedem Fall erst einmal den Wert der Immobilie ermitteln. Greifen Sie hierfür auf einen erfahrenen Gutachter zurück, der in der Lage ist, eine realistische Wertermittlung für Ihr Haus durchzuführen. Nichts ist ärgerlicher als wenn der Wert Ihres Wohneigentums falsch angesetzt wird. Dann kann es nämlich passieren, dass Sie entweder Geld verlieren bzw. unbeabsichtigt auf Geld verzichten. Im Falle einer Ausgleichszahlung können übrigens andere Vermögenswerte wie beispielsweise ein Auto oder eine Wohnung angerechnet werden. Wenn beispielsweise Partner A 200.000 Euro Ausgleich zu bedienen hat, dafür jedoch das Auto übernimmt, dann sinkt seine Ausgleichszahlung um den Wert des PKW.

Stoppen Sie keine Tilgungszahlungen: Zahlungen für offene Kredite sollten in jedem Fall weiterhin bedient werden. Die Bank hat nämlich ganz klar die Möglichkeit, beiden beteiligten gegenüber ihre Ansprüche geltend zu machen. Wenn die Tilgungen dann trotzdem nicht wieder bedient werden, kann es zur Zwangsversteigerung kommen. Und wie Sie bereits wissen, kann dies zu erheblichen Erlöseinbußen führen.

Leiten Sie den Verkauf des Hauses schon frühzeitig in die Wege: Wenn Sie bereits entschieden haben, dass Sie Ihr Haus verkaufen wollen, dann sollten Sie nicht erst warten, bis die Scheidung vollzogen ist. Wir empfehlen Ihnen, den Verkauf bereits eher in die Wege zu leiten. Der Vorteil davon ist, dass Sie so mehr Zeit haben, einen Käufer zu finden. Sie stehen dann nicht unter Druck und laufen nicht Gefahr, den Preis senken zu müssen, um einen Käufer zu finden.

Fazit: Hausverkauf bei Scheidung

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass es einige Punkte gibt, die man beachten sollte wenn Sie im Falle einer Scheidung Ihr Haus verkaufen wollen. Eine Scheidung ist in der Regel eine große Belastung für alle beteiligten. Insofern kann es Sinn machen, mit dem komplexen Thema Hausverkauf bei Scheidung einen Spezialisten zu beauftragen. Er kann Ihnen viel Stress nehmen und gleichzeitig den bestmöglichen Preis für Ihre Immobilie erzielen.

Per WhatsApp die neuesten Immobilien erhalten. Hier klicken!